Bauplätze sind Mangelware
Immobilia stand auch im Zeichen der Gebäudesanierung
Gerade in Krisenzeiten sollten
die Menschen ihr Geld wieder
mehr in Immobilien als in
Wertpapiere investieren. Das
zumindest sehen die Anbieter
auf der „Immobilia“ so, die
am Wochenende im Konzerthaus
stattfand.
„Wir sind weniger geworden, aber
die großen sind noch dabei“, sagte
der Organisator der 12. Heidenheimer
Immobilienmesse, Ulrich
Grath, bei der Eröffnung am
Samstagmorgen. Die Rahmenbedingungen
für den Kauf von Immobilien
seien selten so gut gewesen
wie in dieser Zeit. Dies
rühre einerseits vom niedrigen
Zinsniveau, andererseits von der
stark gestiegenen Attraktivität der
Stadt her. Grath kündigte außerdem
an, dass die nächste „Immobilia“
nicht mehr im Konzerthaus,
sonder im Congress Centrum
auf dem Schlossberg stattfinden
wird.
Dass sich Heidenheim in den
vergangenen zehn Jahren unwahrscheinlich
verändert habe,
sagte OB Bernhard Ilg in seiner
Eröffnungsansprache. Zur Qualität
einer Stadt gehöre aber auch,
dass sich die Menschen in ihren
eigenen vier Wänden wohlfühlten.
Mit den privaten Investitionen
verhalte es sich ähnlich wie
mit den öffentlichen: „Wenn man
Geld hat, muss man investieren,
um auch die eigene Infrastruktur
zu verbessern“, sagt Ilg und
sprach dabei vor allen Dingen die
Möglichkeiten bei der Sanierung
von Wohneigentum an. „Mehr als
die Hälfte der Substanz bei den
privaten Immobilien ist Lichtjahre
von den heutigen ökologischen
Möglichkeiten entfernt.“ Angesichts
zahlreicher Fördermöglichkeiten
rief der OB Immobilienbesitzer
dazu auf, jetzt Geld in
die Hand zu nehmen und damit
nicht nur den Wert der eigenen
Immobilie zu steigern, sondern
zugleich etwas für den Umweltschutz
zu tun.
Gleichwohl sagte Ilg, dass es in
Heidenheim nach wie vor das
Problem zu weniger Bauplätze
gibt. „Zu diesem Defizit muss ich
mich als Oberbürgermeister bekennen.“
Landrat Hermann Mader
sprach ebenfalls die oft dringend
notwendige Sanierung von
Wohneigentum an. „Wir brauchen
hier gute Strategien, um die
Wohnqualität zu verbessern“.
Nur wenn die Versorgung von
Familien mit ausreichend Wohnraum
garantiert sei, könne man
etwas gegen den drastischen Bevölkerungsrückgang
in Stadt und
Kreis Heidenheim unternehmen.
Die Investition in Immobilien,
sagte Mader, sei allemal besser
als die in „Wertpapiere, die sich
dann später als Unwertpapiere
herausstellen.“
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