Gut gedämmt

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lina

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Für die Umwelt, den Geldbeutel und ein wohliges Raumklima

Wer Energie sparen will, muss bei der Wärmedämmung anfangen, so Claas Mund, Geschäftsführer der Bremerhavener Brandes GmbH: „Wenn das Gebäude schlechtgedämmt ist, bringt auch eine neue Heizung nicht allzu viel.“ Dabei müsse man die gesamte Hausfassade berücksichtigen und Wärmebrücken schließen.

Ein besonders effektiver erster Schritt, um Energie und CO2 einzusparen, sei beim Dach und der obersten Geschossdecke zu beginnen, erklärt der Dachdeckermeister. Dabei wird beispielsweise Mineralwolle zwischen oder Dämmplatten auf die Sparren verlegt. Eine komplette Dachsanierung beginnt derzeit preislich bei etwa 40.000 Euro, kann aber auch bis zu 25 Prozent Energieeinsparung bringen und hält für das ganze Leben. Hausbesitzer sollten, sofern eine Sanierung des Daches in mittelfristiger Zeit sinnvoll wäre, den richtigen Zeitpunkt abwägen und nicht unbedingt zu lange warten. Denn Claas Mund prognostiziert, dass die Preise für handwerkliche Dienstleistungen und die entsprechenden Baumaterialien – auch unabhängig von möglichen Krisensituationen – langfristig weiter wachsen werden. Außerdem: „Ein gut gedämmtes Haus steigt massiv in seinem Wert“, sagt der Experte.

Einblasdämmung

Bei der Fassadendämmung hat sich die Brandes GmbH auf die Einblasdämmung im 2-schaligen Verblendmauerwerk spezialisiert. Diese vergleichsweise sehr kostengünstige Variante kommt bei Gebäuden der 60er- und 70er-Jahre zum Einsatz, bei denen kein Dämmmaterial verbaut wurde. Bei einem Einfamilienhaus liegen die Kosten bei etwa 4.500 Euro. Dabei werden beispielsweise preiswertes Styropor-Granulat oder als umweltfreundlichere Alternative recycelte
Zellulose-Flocken in den Hohlraum zwischen den Wänden geblasen. „Viele Kunden kommen und sagen, dass es bei ihnen durch die Wände zieht“, berichtet Claas Mund. Dabei ist es einfach die unangenehme abstrahlende Kälte der Innenwand, die die Bewohner spüren. Durch die Einblasdämmung wird die Oberflächentemperatur der Innenwand erhöht und sorgt für ein wohliges Raumgefühl.

Energiefahrplan erstellen lassen

Wie wichtig eine gute Isolierung der Haushülle ist, weiß auch Zimmerer- und Dachdeckermeister Simon Allers. Seine Firma Hinck HausBau in Otterndorf baut vor allem schlüsselfertige Häuser. Das Dämmen fängt beim First an und endet bei der Sohle. „Es gibt für Neubauten und Sanierungen gesetzliche Anforderungen zur Energieeffizienz, die eingehalten werden müssen“, erklärt Simon Allers. Bei geförderten Bauvorhaben sind die Vorgaben noch umfangreicher. Wer ein älteres Gebäude besitzt, welches modernisiert werden soll, dem rät der Experte, sich von einem Energieberater einen Energiefahrplan erstellen zu lassen. Damit können sich die Besitzer für eine längere Zeitspanne im Voraus gute Konditionen für mögliche Maßnahmen sichern, sind dadurch aber nicht verpflichtet, diese auch zwingend umzusetzen.

Dach oder obere Geschossdecke dämmen

„Wärme steigt nach oben“, erklärt Simon Allers. Daher ist ein gut isoliertes Dach beziehungsweise eine gut gedämmte obere Geschossdecke besonders wichtig, damit die Wärme aus dem Haus dort nicht verloren geht. Da die Sohle durch das Erdreich nicht so einer starken Kälte wie durch die Außenluft ausgesetzt ist, ist hier weniger Dämmung nötig. Durch entsprechende Maßnahmen wie einer XPSDämmung, also Polystyrol-Platten unter der Bodenplatte, kann beim Neubau aber auch dort die Wärmeleitfähigkeit nochmals verringert werden. Bei der Fassade gibt es neben der Einblasdämmung auch die Möglichkeit, das Mauerwerk von innen oder außen zu dämmen. Dafür können verschiedene Materialien wie Styropor oder Mineralwolle verwendet werden. Die Firma Hinck HausBau nutzt zudem gerne Holzweichfaserplatten. „Die sind ökologisch und besonders atmungsaktiv, aber gleichzeitig winddicht und halten das Haus im Sommer schön kühl“, sagt Simon Allers. Und ist die Dämmung erstmal drauf, lässt sich in der Regel die Außenfassade danach wieder ganz nach den eigenen Wünschen gestalten. Bei einem Neubau empfiehlt der Fachmann mit der Dämmung schon bei der Sohle zu beginnen, da dort nachträglich keine Maßnahmen mehr vorgenommen werden können. Bei einer Holzrahmen-Bauweise ist besonders die Fassaden-Isolierung durch eine etwa 20 bis 24 Zentimeter dicke Mineralwoll-Schicht und einer zusätzlichen Ummantelung mit Holzweichfaserplatten zu raten. Bei der Dachkonstruktion wird in der Regel ähnlich verfahren mit einer Zwischensparren-Dämmung von circa 20 bis 28 Zentimetern Mineralwolle und 60 Millimetern Holzweichfaserplatte. Damit ist das Gebäude schon gut und energiesparend gedämmt. (aka)

Kontakt
Heinrich Brandes Bedachungen
Schierholzweg 14, 27578 Bremerhaven
Telefon 0471 81833
www.dachdecker-brandes.de


Hinck HausBau
Raiffeisenstraße 4, 21762 Otterndorf
Telefon 04751 91410
www.zimmerei-tischlerei-otterndorf.de

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