Wasser im Sommer

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lina

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A und O für einen blühenden Garten

Wasser ist unser kostbarstes Gut – besonders im Sommer. Gerade in der heißen Jahreszeit benötigen auch die geliebten Gartenpflanzen viel Wasser. Das exzessive Sprengen zur Mittagszeit ist aber nicht nur schiere Wasserverschwendung, sondern schadet auch den Pflanzen. Hier ein paar Tipps zur Optimierung des Wasserhaushalts im Garten.

Die Tropfenbewässerung erspart das Tragen schwerer
Gießkannen.

Gießkanne oder Beregnungs-Computer?


Mit der altmodischen Gießkanne kann man gezielt dort wässern, wo es nötig ist und dabei sehr gut dosieren. Wer Gießkannen nicht schleppen kann oder will, der sollte sich für die Tropfenbewässerung entscheiden. Dabei wird ein Schlauch mit kleinen Löchern direkt an den Pflanzen verlegt. Daraus sprüht, je nach Wasserdruck, ein feiner Strahl oder es quellen einige Tropfen heraus. Das Wasser erreicht die Pflanzen ohne große Verluste. Auch Bäume brauchen Wasser; besonders zur Zeit der Blüte und während des Heranreifens der Früchte. Unsere Obstgehölze haben recht flache Wurzeln. Man gießt Bäume nicht am Stamm, sondern im Randbereich der Krone. Dort können die Wurzeln das Wasser am besten aufnehmen.

Welche Pflanze hat wie viel Durst?

Wem seine Pflanzen gute Bekannte sind, der sieht ihnen
gleich an, wenn sie durstig sind. Junge Keimlinge brauchen eher Wasser als alte mehrjährige Pflanzen mit tiefen
Wurzeln. Eine wesentliche Rolle spielt natürlich die Herkunft der Pflanze. Daraus ergeben sich die Standortansprüche. Wichtig ist nicht nur, ob die Pflanze sonnig oder schattig stehen soll, sondern auch, wie viel Wasser sie benötigt oder überhaupt verträgt. Wenn der Gartenschlauch an die Trinkwasserleitung angeschlossen wird, werden nicht nur Ressourcen verschwendet, es kann auch teuer sein. Wer die Möglichkeit hat, sollte Regenwasser auffangen und damit gießen. Dieses Wasser gibt es kostenlos und es ist auch besser temperiert als Leitungs- oder Brunnenwasser.

Regenwasser ist kostenlos und dazu besser tempriert
als Leistungs- oder Brunnenwasser.

Wann gießen?

Wenn die Sonne brennt, verbrauchen die Pflanzen viel Wasser. Sie darum auch zu dieser Zeit zu gießen, ist aber grundfalsch. Wenn die kalten Tropfen auf die aufgeheizten Blätter treffen, kommt es zu einem Temperaturschock
und die Pflanze nimmt Schaden. Außerdem verdunstet mittags das Wasser, bevor es die Wurzeln im Boden erreichen kann. Das Wässern geschieht im Garten am besten zur Abendzeit. Dabei ist das gründliche Gießen direkt im Wurzelbereich der Pflanzen besser als ein großflächiges Beregnen. Da der Boden das Wasser nicht sofort aufnehmen kann, sollte man sich beim Gießen Zeit lassen: Wässern, eine halbe Stunde Pause, dann noch einmal Wässern. Die Erde darf nicht zu nass werden. Verschlammt der Boden beim Gießen, kommt es im Erdreich zu Sauerstoffmangel. Nach dem Gießen sollte der Boden regelmäßig gut aufgelockert werden.


(Quelle: NABU René Sievert)

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