Wie gestalte ich den Eingangsbereich?

Familie vor Hauseingang
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lina

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Ein Experten-Tipp von . . .

. . . Martin Steitz, Architekt, Studium an der Bauhaus-Universität Weimar, Inhaber eines Architekturbüros in Bremerhaven, Vizepräsident der Architektenkammer Bremen.

Der Eingangsbereich eines Hauses – bestehend aus Vorgarten, Zuwegung, Haustür und Flur – prägt entscheidend den Charakter eines Hauses und den ersten Eindruck über Bewohner und Besitzer. Bei der Planung von Vorgärten gilt es, neben baurechtlichen Zwängen auch gestalterische Wünsche zu beachten. In Bremerhaven beispielsweise schreiben neuere Bebauungspläne oft gärtnerisch gestaltete Vorgärten vor.

Begrünungsortgesetz

In Bremen gilt das Begrünungsortgesetz, bei dem festgelegt ist, dass bei Neubauten, aber auch bei wesentlichen Umgestaltungen nicht bebaute Grundstückflächen zu begrünen sind. Ähnliche Rechtsvorschriften gibt es bundesweit und soll die oft beliebten „Schottergärten“ verhindern. Bei der Gestaltung von Stellplätzen und Wegen ist neben der Anforderung an die Belastung zu beachten, dass bei regnerischem Wetter Pflastersteine und Natursteinplatten verwittern oder vermoosen können.

Der Teufel steckt im Detail

Martin Steitz, Architekt, gibt Tipps für den Eingangsbereich

Hier gilt es, die Regenwasserableitung über Rinnen und Abläufe besonders zu beachten. Neben den notwendigen Stellplätzen und Wegen kann im Vorgarten der Hausbesitzer seine Kreativität in der Gestaltung mit Pflanzen und Bäumen zeigen. Rasenflächen, Rosenbeete, Formschnittgehölze oder Rabatten sind oft leichter anpassbar und kostengünstiger als Änderungen an den Gebäuden. Weiterhin kann durch verschiedene Bepflanzungen, Sichtachsen und Beleuchtungen ein spannender Tages- und Jahreszeitenmix entstehen.

Im Bereich des Hauseinganges wird der Charakter des Hauses entscheidend geprägt. Neben dem Einfügen der Gestaltung in die umliegende Fassadenplanung gibt es die Möglichkeit, den Eingangsbereich mit Materialien und Farben besonders zu betonen. Eingerückte oder überdachte Eingangsbereiche laden zum Verweilen ein und bieten einen Witterungsschutz. Die Beleuchtung und Türtechnik erfreut technikaffine Menschen genauso wie individuell gestaltete Holz-, Metall- oder Kunststofftüren.

Gestaltungsmöglichkeiten

Weiterhin kann mit moderner Technik auch die Zutrittskontrolle in das Haus geregelt werden. Wenn das Haus nicht ebenerdig erschlossen wird, muss auch die Möglichkeit einer möglichen späteren Barrierefreiheit beachtet werden. Ein offener Flur kann den Blick in den Garten freigeben, eine bei Reihenhäusern beliebte anschließende Treppe hält die Wege zwischen den Geschossen gering. Eine große Diele mit Garderobenbereich und hellen Farben vermittelt Großzügigkeit, genauso wie ein schmaler Flur Enge, aber auch Funktionalität widerspiegelt. Zu empfehlen ist generell die Verwendung von wiederkehrenden Materialien im Bereich des Vorgartens bis zum Flur. So kann eine spezielle Farbe, ein Lichtband, ein Natursteinbelag oder eine Form einen Zusammenhang darstellen und die Funktionsbereiche dezent, aber maßgebend miteinander verbinden.

Eingangsbereich Haus (c) iStock

Martin Steitz
Architekt

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